Kinder nehmen das spielen genauso wichtig wie Essen oder Schlafen. Das merkt man spätestens am Protest, wenn man das Kleine ohne Vorwarnung aus seinem Spiel herausreißt. Im Spiel erschließen sich Kinder ihre Welt, es ist Spaß und Arbeit zugleich. Dazu gehört, einfach ausprobieren zu dürfen, Neugier, Offenheit, ein Stück Mut, sich auf andere Kinder einzustellen und in eine Gruppe einzu­fügen.

Lang ist die Liste der Dinge, die Kinder im Spiel lernen: „Und zwar nicht nur motorisch und kognitiv. Dazu gehören auch soziale Kompetenz und emotionale Stabilität, die später in der Schule zählen“. Die Kinder trainieren im Spiel angeborene Verhaltensweisen, ergründen physikalische Eigenschaften von Gegenständen, ahmen andere nach oder erkunden Zu­sammenhänge.

Qualität vor Quantität beim Spielzeug

Viel brauchen Kinder allerdings nichts zum Spielen, vor allem nicht ständig etwas Neues. Volle Regale im Kinderzimmer überfordern sie eher, sodass sie sich nicht mehr entscheiden können. Räumen Sie lieber einen Teil weg, wenn’s zu viel wird, und tauschen Sie es immer wieder aus. Sinnvoll ergänzt durch neue Bausteine oder ein neues Puppenkleid wird ein Spielzeug oft neu entdeckt. Al­ler­dings ist manches nur in einem bestimmten Alter interessant. ­Orientieren Sie sich dazu an Altersangaben auf der Verpackung des jeweiligen Spieles, schauen Sie, was Ihrem Kind besonders viel Spaß macht.

Nah an der Realität

Spezielles Förderspielzeug ist unnötig: Die Klassiker wie zum Beispiel Ball, Baustein oder Kuscheltier reichen völlig aus.Wichtiger sei es, auf die Verarbeitung zu achten. Denn es frustriert ein Kind sehr, wenn das neue Feuerwehrauto schon nach kurzer Zeit nicht mehr funktio­niert. Achtet deshalb auf bruchfestes, formbeständiges Spielzeug, das einen guten Stand hat, auch wenn es etwas mehr kostet.

Am schönsten ist übrigens, wenn Mama und Papa mitmachen, dem Kind Anregungen geben, ohne ihm das Spiel aus der Hand zu nehmen.

Euer Schnullerketten-Blog